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 Was wir im Schlaflabor untersuchen
 
Störungen des Schlafes können verschiedene Ursachen haben. Eventuell liegt eine Atmungsstörung vor, möglicherweise ist eine neurologische Erkrankung vorhanden. Eine Schlafstörung kann aber auch infolge einer anderen Erkrankung auftreten, wie z.B. Lungenerkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall oder neuromuskulären Erkrankungen. Um eine genaue Diagnose treffen zu können, analysieren wir Körpereigenschaften und das Verhalten während des Schlafes.  
  1. Hirnströme
  2. Herztätigkeit
  3. Atmung
  4. Atembewegungen von Brust und Bauch
  5. Augenbewegungen
  6. Muskelspannung
  7. Schnarchgeräusche
  8. Sauerstoffgehalt des Blutes
  9. Beinbewegungen
  10. Körperlage



Hirnströme

Die Hirnströme geben Auskunft darüber, ob und wie jemand schläft: Ob der Patient einen tiefen und festen Schlaf besitzt oder ob er nur leicht und oberflächlich schläft. Zur Messung der Hirnströme werden mehrere Elektroden hinter den Ohren und an der Stirn befestigt.
 


Herztätigkeit

Auch das Herz ist ein Gradmesser für die Güte unseres Schlafes. Bei der Schlafapnoe schlägt beispielsweise nach einer Weckreaktion das Herz schneller. Um die Herztätigkeit zu untersuchen, wird ein EKG durchgeführt und mehrere Elektroden auf dem Brustkorb befestigt.
 
 

Atmung

Um Atemstillstände und andere Atemunregelmäßigkeiten feststellen zu können, wird ein kleiner Meßfühler über der Oberlippe angebracht. Sofern der Patient über eine Maske atmet, wird die Atmung an der Maske gemessen.
 


Atembewegungen von Brust und Bauch

Generell unterscheidet man zwischen zwei Arten von Apnoen: Bei der obstruktiven Schlafapnoe verschließen sich Atemwege im Rachenbereich, und es gelangt weniger oder im schlimmsten Falle keine Luft mehr in die Lunge. Aber weiterhin heben und senken sich der Bauch und der Brustkorb. Bei der zentralen Schlafapnoe kann z.B. eine Störung im zentralen Nervensystem vorliegen: Das Gehirn steuert die Atmung nicht mehr richtig. Brust und Bauch hören für einige Augenblicke auf, sich zu bewegen, und es gelangt keine Luft mehr in die Lunge. Die Atmung wird durch mehrere Sensoren überwacht wie z.B. Gurt um Brust und Bauch. So kann auch festgestellt werden, um welche Atmungsstörung es sich handelt.
 


Augenbewegungen

Auch die Bewegungen der Augen im Schlaf liefern wichtige Aufschlüsse. So bewegen sich die Augen während der sogenannten REM-Schlafphase, in der wir die meisten Träume haben, sehr schnell. Um festzustellen, ob sich der Patient in dieser Phase befindet und wie lange, wird neben jedem Auge eine Elektrode befestigt.
 
 

Muskelspannung

Auch die Muskelspannung gibt uns Auskunft sowohl über die Schlaftiefe als auch über eventuelle Störungen des Schlafes. Dies kann mittels zweier Elektroden festgestellt werden, die unter dem Kinn befestigt werden.
 


Schnarchgeräusche

Schnarchgeräusche können ein erstes Anzeichen auf eine atmungsbezogene Schlafstörung sein. Diese Geräusche werden über ein Mikrofon aufgezeichnet.
 
 

Sauerstoffgehalt des Blutes

Während der Atemstillstände nimmt der Sauerstoffgehalt im Blut ab. Um die Größenordung dieser Entsättigung zu erkennen, wird auf einen Finger ein Sensor gesetzt, der permanent den Sauerstoffgehalt mißt.
 


Beinbewegungen

Unruhige Beine und sogenannte periodische Beinbewegungen können ebenfalls den Schlaf beeinträchtigen. Deshalb werden am Unterschenkel Elektroden befestigt, die die Muskelaktivität messen.
 


Körperlage

Oft kommen schlafbezogene Atmungsstörungen in Rückenlage vor. Ein kleiner Lagesensor ermittelt die Position im Schlaf.

 
 Wie Sie in unser Schlaflabor kommen
 
1. Wenn Sie glauben, daß Sie eventuell an Schlafstörungen leiden könnten, suchen Sie ihren Haus- oder Facharzt auf.
 
2. Sofern Ihr Arzt Hinweise auf eine Schlafstörung feststellt, wird er eine ambulante Untersuchung einleiten. Entweder führt er diese Untersuchung selber durch, oder er wird Sie an unsere Schlafambulanz verweisen.
 
3. Sollte Ihr Arzt nach der ambulanten Untersuchung der Meinung sein, daß eine Vorstellung im Schlaflabor erfolgen sollte, rufen Sie uns an, um mit uns einen Termin zu vereinbaren. In der Regel ist dieser Termin 14 Tage nach Ihrem Anruf.
 

0201-433-11133
 



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